Näherinnen trotzen den Gerichten

22. September 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

In der Provinz Kandal, südlich der Hauptstadt Phnom Penh, bleiben immer noch ungefähr 10’000 Textilarbeiterinnen der Arbeit fern. Diesmal geht es weniger um die miserable Entlohnung als vielmehr um das von den Gerichten gestützte Ausschliessen von rund 50 Gewerkschaftsvertreterinnen von der Arbeit durch die Arbeitsgeber.

In einer gemeinsamen Erklärung gehen verschiedene Menschenrechtsgruppierungen wie Licadho, und CCHR (Cambodian Center for Human Rights) davon aus, dass neben 70 Gewerkschaftsaktivistinnen in der Provinz Kanal weitere 20 in der Provinz Kampong Spreu im Nachgang zum Streik der vergangenen Woche entlassen worden sind.

Diese rechtlich gegen das Arbeitsgesetz verstossenden Entlassungen seien unverhüllte Vergeltungsmassnahmen. Für einzelne Arbeitgeber hingegen war der Streik illegal und die Aussperrungen somit rechtens.

Die streikenden Näherinnen riskieren mit ihrem Verhalten ihren Arbeitsplatz zu verlieren: entsprechende Anschläge sind in den Eingangsbereichen der noch bestreikten Textilunternehmen bereits sichtbar.

In den andern Teilen des Landes hingegen scheint gegenwärtig Ruhe zu herrschen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s