Verkehrsrisiko Rind

11. November 2010

Kambodschanischer Pragmatismus: In der Provinz Banteay Meanchey hat eine Kuh einen Verkehrsunfall verursacht und selbst nicht überlebt. Kurzerhand nahm die Polizei den Kadaver mit auf die Wache, in der Hoffnung, der Besitzer würde sich dann schon melden. Doch der tauchte auch nach mehreren Stunden nicht auf, wohl wissend, dass die Reparaturkosten höher gewesen wären als der Wert des Torsos. Also überließ die Polizei den involvierten Fahrern die Kuh als Entschädigung, da die auch nicht länger warten wollten, berichtet die Phnom Penh Post.

Kühe, die alleine oder in Gruppen meist völlig überraschend die Fernstraßen überqueren, stellen schon seit längerer Zeit ernsthafte Unfallrisiken dar. Rinder werden in Kambodscha nicht auf eingezäunten Wiesen oder in Ställen gehalten, sondern laufen oft frei herum und suchen sich ihr Futter meist selbst. Erst im September nahm die Polizei in Phnom Penh zwölf „anarchische Rinder“ in Gewahrsam, die den Verkehr gefährdet hatten. Sie wurden dann zu einer Drogenentzugsklinik gebracht, und da sich der Besitzer bis heute nicht gemeldet habe, grasen sie dort noch immer. Und im März wurden ebenfalls in Phnom Penh fünfzehn Bullen und Kühe festgenommen, da die Stiere – offensichtlich liebestoll – ihren potentiellen Partnerinnen nachstellten und dabei ebenfalls den Verkehr gefährdeten.

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