Erste Erfolge im Kampf gegen resistente Malariaerreger

2. Oktober 2010

Im Kampf gegen die malariaübertragenden Moskitos an der kambodschanisch-thailändischen Grenze sind erste Erfolge zu vermelden. Vor zwei Jahren wurde erstmals berichtet, dass die Behandlungen des Parasiten Plasmodium falciparum, dem Erreger der Malaria tropica, mit dem Pflanzenstoff Artemisinin dort kaum noch Wirkung zeigte. Diese Nachricht hatte damals große Besorgnis provoziert, da auf Artemisinin basierende Medikamente den wichtigsten Bestandteil im Kampf gegen Malaria darstellen. Als am schlimmsten betroffen gelten Thailand östliche Gegenden Chantaburi und Trat sowie die kambodschanische Provinz Pailin.

Wie die Deutsche Presseagentur nun berichtet, gäbe es nun erste Fortschritte. Bis Mitte September hätte es unter knapp sechstausend betroffenen Bewohnern in sechzehn Dörfern erst zwei Fälle von resistenten Parasiten gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe grenzüberschreitende Methoden zur Eindämmung der weiteren Verbreitung entwickelt; das Projekt wird mit 22,5 Mio. Dollar von der Bil & Melinda Gates Stiftung finanziert. Es müsse aber noch mehr unternommen werden, um signifikante Verbesserungen zu erreichen. Es fehle unter anderem an wirksamen Insektiziden, Moskitonetzen und besseren Behandlungsmethoden für an malariaerkrankte Menschen.

Ein Sprecher der WHO forderte alle südostasiatischen Länder auf, aggressiver in ihrem Kampf gegen Malaria zu sein. Es bedürfe eines größeren politischen Willens, einer größeren Reichweite der Maßnahmen und ein erhöhtes Bewusstsein der Problematik in der Bevölkerung. Und auch die Staatengemeinschaft ASEAN sollte mehr Engagement in diesem Bereich zeigen.

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