Katastrophale Auswirkungen für Kambodscha

2. Oktober 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

Der von Laos in der nördlichen Provinz Xayabury geplante Staudamm am Mekong dürfte schwerwiegende Auswirkungen auf die Fischerei, die Lebensvielfalt und vor allem die Lebensgrundlage vieler Anwohner am Unterlauf des Mekong in Kambodscha haben, wie ein Sprecher von WWF bekannt gab. Laos hat am 22. September 2010 offiziell das Projekt des Xayabury-Flusskraftwerkes der Mekong River Commission vorgestellt.

Im Unterlauf des Mekong sind bis heute, eingeschlossen der Xayabury-Damm, elf Wasserkraftwerke in Planung. Für die Bevölkerung, die in der Regel nahe am Mekong wohnt, ist das Wegbrechen des meist sandig-lehmigen Ufers die größte Bedrohung, denn dann verlieren sie ihre Behausungen.

Zudem ist die Gefahr groß, dass mit dem Bau aller geplanter Flusskraftwerke der bedrohte Mekong Riesen-Wels (Pangasianodon gigas) ganz aussterben dürfte und weitere Fischarten in ihrer Lebensgrundlage stark bedrohen würde.

Während die Vertreter der Mekong River Commission die Auswirkungen eher als gering erachten, sind erstmals die Fischereibehörden des Königreichs aufgeschreckt und unterstützen in weiten Teilen die Befürchtungen des WWF.

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