Internationaler Umweltpreis für kambodschanischen Mönch

10. September 2010

Die Potentiale, die klerikale Würdenträger in Kambodscha haben, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, sich für die Menschen und ihr Zusammenleben zu engagieren und sich nicht allein auf die Rituale in den Klöstern zu beschränken, werden erst langsam entdeckt. Zu sehr wirken noch die schlimmen Erfahrungen aus der Zeit der Roten Khmer nach; es ging lange Zeit schlichtweg ums pure Überleben und um existenzielle Fragen des Buddhismus in Kambodscha. Diese Binnenorientierung löst sich nun Schritt für Schritt, und immer mehr Mönche widmen sich einer gesellschaftlichen Aufgabe. Auch stellvertretend für diesen Trend, aber primär für den Umweltschutz wird der ehrwürdige Bun Saluth nun für den Schutz tropischen Regenwaldes in New York von UNDP ausgezeichnet. Der 39-jährige Mönch ist einer von 25 Personen weltweit, die den Äquator-Preis 2010 erhalten werden.

Bun Saluth gehört zu der „Forstwirtschaft der Mönchgemeinschaft“, die sich für den Schutz des Waldes und die dort wildlebenden Tiere engagiert. Das Gebiet umfasst mehr als 18.000 Hektar und erstreckt sich über die Distrikte Samrong und Anlong Veng – eine der Hochburgen der ehemaligen Roten Khmer – in der Provinz Oddar Meanchey. Das Waldgebiet stellt die Existenzgrundlage von über 3500 Familien dar, die dort im Einklang mit der Natur leben.

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