Land-grabbing: Was den Menschen in ihrer Verzweiflung noch bleibt

25. September 2010

Was tun, wenn ein Unternehmen das Land beansprucht, auf dem man seit Jahrzehnten lebt? In dessen Besitz man ist, das man zur Sicherung der Existenzgrundlage benötigt, im völligen Einklang mit Recht und Gesetz? In der Gemeinde Takhao, Kreis Kandal Stung in der Provinz Kandal, haben mehr als 400 Menschen zum äußersten gegriffen, was ihnen in ihrer Not wohl noch als hilfreich erschien: Sie haben gemeinsam gebetet. In einer buddhistischen Zeremonie baten sie Gott, Buddha, die Geister ihrer Ahnen und ihre Urgroßeltern – so Voice of America – um Schutz eines 450 Hektar großen Gebiets, das von einem Unternehmen beansprucht wird. In einem Gerichtsurteil 2006 seien der Firma bereits 210 Hektar zugesprochen worden, weitere 240 seien dagegen umstritten. Nach dem Grund befragt antwortete eine 60-jährige Teilnehmerin, dass sie den zuständigen Behörden häufig ihr Anliegen vorgetragen haben, die jedoch nicht reagiert hätten. Offensichtlich, so die Frau, respektierten weder die Gerichte noch die Provinz- und Kreisverwaltungen ihre eigenen Gesetze.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Menschenrechte abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s