Mekong-Anrainer sollen Staudammprojekte um zehn Jahre verschieben

18. Oktober 2010

Die Mekong River Commission (MRC) hat seine Mitgliedstaaten Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam dazu aufgerufen, sämtliche Entscheidungen über den Bau neuer Staudämme und Wasserkraftwerke um zehn Jahre zu verschieben. Grundlage dafür war die Evaluierung von elf solcher Projekte am Unterlauf des Mekongs, von dessen Fischreichtum die Ernährung von mehr als 60 Millionen Menschen abhänge. Diese werde allerdings gefährdet, da Eingriffe in das sensible Ökosystem bisher noch kaum abzuschätzen seien, wie auch AFP schreibt. In dem Bericht heißt es, die Staudammprojekte werden sehr wahrscheinlich ernsthafte und irreversible Umweltschäden verursachen, die zu Verlusten in biologischer Vielfalt führen und damit auch die Intaktheit des Ökosystems verursachen könnte.

Die Verschiebung wird damit begründet, dass es weitere Studien bedürfe, um die Folgen besser abschätzen zu können. Allerdings handelt es sich nur um eine Empfehlung, die in Südostasien – trotz der recht deutlichen Argumentation – gewöhnlich sehr viel weniger wahrgenommen werden dürfte als etwa in Europa. Dennoch ist auch dieser jüngste Hinweis ein weiterer Beleg für Stichhaltigkeit tiefgehender Befürchtungen über die Staudammprojekte am Mekong.

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