Perlen abseits Angkors: Isanapura, die alte Hauptstadt des Reiches Chenla

15. September 2010

Sambor Prei Kuk wird wohl lange kein Geheimtipp mehr sein: Wenn ein so renommiertes Internetportal wie Spiegel-Online über die historischen Bauten berichtet, wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis sich die Touristenströme auch nach Kampong Thom fließen werden. Anders als der ebenfalls hinduistische Tempel Preah Vihear an der nördlichen Grenze zu Thailand ist Sambor Prei Kuk über den Highway 6 sowohl von Phnom Penh als auch von Siem Reap bequem zu erreichen.

Touristen finden dort noch eine etwas ursprünglichere Form Kambodschas, die in manchen Teilen des Landes bereits langsam verschwindet. Sambor Prei Kuk ist der moderne Name der spätantiken-frühmittelalterlichen Hauptstadt Isanapura, die  im frühen siebten Jahrhundert von Isanavarman I. errichtet wurde und das Zentrum des Königreichs Chenla bildete. Auf 300 Hektar erstrecken sich über 150 Tempel und Türme, von denen die meisten aber noch im Regenwald oder unter Erdschichten versteckt sind. Viele Artefakte sind über die Jahrhunderte verloren gegangen; zuletzt sollen die Roten Khmer nicht wenige Figuren verkauft haben, um Waffen und Munition beschaffen zu können.

Zugegeben: Architektonisch wirkt Sambor Prei Kuk längst nicht so spektakulär wie Angkor Wat, der Bayon und Ta Prohm nahe Siem Reap. Deren Anblick kann das Auge auch zu schnell verwöhnen. Wer also genug Zeit für seinen Kambodscha-Trip mitbringt, sollte den Ausflug nach Kampong Thom vielleicht an den Anfang stellen.

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