Geheime US-Depeschen sollen bilaterale Beziehungen zu Kambodscha nicht stören

5. Dezember 2010

Viele Kambodschaner warten nach wie vor auf die Veröffentlichung der geheimen US-Depeschen durch Wikileaks, die im Zusammenhang mit ihrem Heimatland stehen. Dass die Amerikaner eine äußerst schlechte Meinung vom Hun Sen-Regime haben, ist zwar schon seit vielen Jahren bekannt, aber dennoch erhoffen sich viele Kritiker wie unparteiische Beobachter mehr Erkenntnisgewinn für politische Lagebeurteilung. Dass die Depeschen zu Kambodscha wie über andere Staaten und Diktatoren ziemlich undiplomatisch-deutlich ausfallen könnten, hat die US-Botschafterin Coral Rodley veranlasst, sich in der letzten Woche vorsorglich mit Informationsminister Khieu Kannarith zu treffen, um sich gegenseitig zu versichern, dass die Beziehung zwischen beiden Ländern durch die Wikileaks-Affaire nicht gestört werden.

Sowohl das Treffen an sich als auch die Quintessenz dürften das Interesse an den Depeschen zumindest nicht vermindert haben. Ein politisches Erdbeben ist wohl nicht zu erwarten, aber Hun Sen wird kaum begeistert sein, sollten die unabhängigen Sender Voice of America und Radio Free Asia die zu erwartende heftige Kritik an seiner Person landesweit über den Äther schicken.

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