Kambodscha hinkt seinen Nachbarn hinterher

11. November 2010

Was bedeutet Armut? In Kambodscha zum Beispiel, wie wenige Menschen nur Zugang zu sanitären Anlagen haben: Wie die Phnom Penh Post berichtet, verfügten 2008 laut einem bericht der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF nur 29% der Kambodschaner über Toiletten – der mit Abstand niedrigste Wert in ganz Südostasien. Zugang zu sanitären Anlagen haben in Thailand 96% der Bevölkerung, während es in Vietnam 75% und in Laos immerhin noch 53% sind. Auffällig bleibt auch das extreme Stadt-Land-Gefälle in Kambodscha: Während in urbanen Gegenden immerhin 67% der Menschen Toiletten benutzen können, sind es auf dem Land nur 18% – dort lebt mit mehr als 80% jedoch der Großteil der Kambodschaner.

Fehlende sanitäre Anlagen führen zu prekären hygienischen Verhältnissen, die wiederum die Verbreitung von Infektionskrankheiten fördern. Wie ein Sprecher des Ministerium für ländliche Entwicklung mitteilte, wüchse die Rate im jeden Jahr um rund 2 Prozentpunkte. Dennoch kann man nun wirklich nicht erkennen, dass dieses Problem innerhalb der Regierung einen besonderen Stellenwert besitzt, und es werden sicherlich noch mehrere Jahrzehnte vergehen, bis die überwiegende Mehrheit der Kambodschaner endlich Zugang zu sanitären Anlagen haben wird.

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