Wohl bald mehr eigene Mittel im Kampf gegen HIV/AIDS erforderlich

21. Dezember 2010

Der Kampf gegen HIV/AIDS in Kambodscha ist eine Erfolgsstory. Während es Anfang der 90er Jahre noch mehr als 15.000 Neuinfektionen gab, ist die Rate bis 2009 auf 2100 Menschen, die sich neu angesteckt haben, zurückgegangen. 93% der 33.500 AIDS-Patienten erhalten eine antiretrovirale Behandlung; als einziges der landespezifischen Millenniumsziele der Vereinten Nationen gilt der Kampf gegen HIV/AIDS bereits als erreicht. Jetzt sind in einer Studie, über die AFP berichtet, Warnungen laut geworden, nach denen die weitere positive Entwicklung gefährdet sei. 90% des jährlichen Budgets über 50 Millionen USD werden von internationalen Gebern beigesteuert, aber deren Prioritäten könnten sich in den nächsten Jahrzehnten verschieben, so dass Kambodscha selbst die Hauptlast wird tragen müssen.

Die Studie ist Teil des Projekts aids2031, eine weltweite Initiative, die sich mit der langfristigen Entwicklung des AIDS-Problems beschäftigt. Der Bericht, der auch der Nationalversammlung vorgelegt wurde, argumentiert, dass es vollem auf präventive Maßnahmen ankäme; als die gängigen Risikogruppen seien Drogenabhängige, Schwule und Prostituierte besonders gefährdet. Vor allem die Schließung zahlreicher Bordelle, Karaoke-Clubs und Massagesalons in Kambodscha hat den Zugang zu Prostituierten deutlich erschwert, da diese nicht mehr so offen agieren können und damit auch seltener mit Aufklärungskampagnen angesprochen werden können. Dennoch sei es möglich, so die Studie, die Anzahl der Neuinfektionen auf 1400 pro Jahr zu senken, was mit einem relativ stabilen Budget von 68 Millionen USD möglich sei.

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