Phnom Penh Post holt zum Gegenschlag aus

17. Januar 2011

Die Phnom Penh Post berichtet außergewöhnlich offen und ausgiebig über das politische Kambodscha – einem Land, das trotz seines autokratischen Regimes für eine relativ großzügige Handhabung der Presse, zumindest der englischsprachigen, im Vergleich zu den meisten anderen Staaten Südostasiens bekannt ist. Das mag in absoluten Maßstäben trotzdem nicht viel heißen, und gerade der Trend der letzten Jahre gibt Anlass zur Besorgnis. Und davon ist die Zeitung nun auch selbst betroffen, weil einem ihrer Photografen die Kamera abgenommen wurde. Aber sie wehrt sich dagegen. Mit einem Editorial. Und nimmt kein Blatt vor den Mund, vor allem am Schluss:

„We will not be intimidated nor silenced.

The Phnom Penh Post is demanding a full inquiry into the assault and camera confiscation suffered by Sovan Philong.

This inquiry should be state-level and independent of the police.

Phnom Penhobviously needs riot police.

It does not need a division of the Keystone Kops.

It does not need ruffians dressed in police uniforms.”

Die Keystone Kops waren ein bekannter Teil vieler Slapstick-Komödien der Stummfilmära zwischen 1912 und 1917. Wikipedia beschreibt sie als „ein Haufen chaotischer, unfähiger Polizisten“. Und ruffians sind Raufbolde.

Wenn du den Tiger nicht zähmen kannst, dann reite ihn. Hoffentlich sitzen die Redakteure der Post fest im Sattel – ihre Arbeit bleibt in jedem Fall unverzichtbar.

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