Kambodschas Journalisten: Angst und Selbstzensur auf dem Vormarsch

26. April 2011

Mit der kambodschanischen Pressefreiheit, vor Jahren noch beispielhaft in Südostasien, ist es längst nicht mehr gut bestellt. Schritt für Schritt hat sie sich dem niedrigen Niveau der Nachbarländer genähert, sichtbar vor allem durch die Artikel, die heute nicht mehr erscheinen. Wie Voice of America einen der Opposition nahe stehenden Herausgeber zitiert, befände sich die Angst unter Journalisten auf einem Allzeithoch. Über Korruption könne man anders als noch vor Jahren gar nicht mehr schreiben, außerdem werde es auch immer schwieriger, ausgewogene Stellungnahmen von Regierungsvertretern zu erhalten. Offensichtlich dominieren nun auch unter den Mitgliedern der regierenden Kambodschanischen Volkspartei (KVP) die Vorsichtsmaßnahmen. Dass selbst Anhänger von Premierminister Hun Sen vor Übergriffen nicht mehr geschützt sind, wenn sie dessen pekuniären Interessen im Weg stehen, hat sich zuletzt bei den Bewohnern des Sees Boeung Kak gezeigt, denen Zwangsvertreibung droht.

Endemisches land-grabbing, Verurteilungen  von Oppositionsführer Sam Rainsy, NGO-Gesetz: Es besteht kein Zweifel mehr, dass sich Kambodscha verändert. Individuelle Freiheit wird zunehmend zu einem kostbaren Gut, das kaum noch jemand genießen kann.

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