Land-grabbing und der Exodus junger Männer

Schon seit fast zehn Jahren ist das Dorf Lor Peang (Kampong Tralach Distrikt, Provinz Kampong Chhnang) in einen Disput um Landbesitzrechte verwickelt. Der Gegenüber der Dorfbewohner ist ein politisches Schwergewicht: Die Firma KDC International gehört Chea Kheng, der Ehefrau von Industrie-, Bergbau- und Energieminister Suy Sem. Da die Menschen ihre Felder nicht mehr bewirtschaften können, sind 90% der jungen Männer – manche gerade mal dreizehn Jahre alt – aus der puren Not heraus als illegale Arbeitsmigranten nach Thailand ausgewichen, besser: geschmuggelt worden. In einem bewegenden Bericht schildert die Phnom Penh Post die Nöte und Sorgen ihrer Eltern, von denen die meisten seit dem Weggang vor Jahren nie wieder etwas von ihren Söhnen gehört haben. Ohne es direkt auszusprechen, gehen einige von ihnen von dem Schlimmsten aus.

Das Dorf Lor Peang kann durchaus als Modell im negativen Sinne herhalten: Es zeigt, wozu hemmungslose Landnahme, Zwangsenteignungen und Umsiedlung führt. Leider ist zu befürchten, dass Lor Peang kein Einzelfall bleibt.

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