Niere gegen Gummibäume?

26. Oktober 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

Die kambodschanische Polizei und mehrere Menschenrechtsorganisationen gehen in der Provinz Kampong Cham Anschuldigungen nach, wonach ein Bauer für zwei Hektar Land mit einer Niere seiner Tochter bezahlt haben soll.

Ein Vertreter der NGO Adhoc soll auf dieses auch in Kambodscha illegale Vorgehen durch einen Bericht von Radio Free Asia aufmerksam geworden sein.

In der Zwischenzeit will die “The Phnom Penh Post” heraus gefunden haben, dass die junge Frau die Niere freiwillig gespendet habe, um ihrem Schwager zu helfen, der behindert sei und nicht laufen könne. Aus Dankbarkeit habe er ihr dann die 2 Hektar umfassende Gummiplantage geschenkt.

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Schule von bösen Geistern heimgesucht?

25. Oktober 2010

Als Ursache für Ohnmachtsanfälle, von denen zehn Schülerinnen zwischen 14 und 18 Jahren in Pnov, Provinz Kampong Thom, nacheinander betroffen waren, haben ihre Lehrer böse Geister verantwortlich gemacht. Wie AFP berichtet, konnten Ärzte im Krankenhaus keinen Grund – weder Vergiftungen noch Krankheiten – für die Beschwerden erkennen, und auch die Polizei tappt im Dunkeln. Der Direktor befürchte nun, dass die Schule unter einem Fluch stünde, da zum Jahresbeginn keine Eröffnungszeremonie mit Gaben für die Geister stattgefunden habe. Mittlerweile habe man aber Früchte, gekochte Hühner und Wein dargebracht; man hoffe, dass die Geister diese Opfergaben annehmen und zukünftig die Schule schützen werden.

Gerade in ländlichen Regionen werden als Ursache unerklärlicher Phänomene oft übernatürliche Kräften identifiziert. Der Ahnenkult ist in Kambodscha eng mit dem buddhistischen Glauben verknüpft und nimmt daher eine religiöse Bedeutung ein. So ist auch nicht besonders verwunderlich, dass selbst der Distriktgouverneur an die Geister-These glaubt. Aber auch in manch westlichen Ländern würde man sich wohl auch ziemlich wundern, wenn ein knappes Dutzend junger Mädchen in einer Schule innerhalb weniger Stunde eine nach der anderen das Bewusstsein verlöre!

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Krasse Einkommensunterschiede

25. Oktober 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

Ein Haushalt in Phnom Penh kommt auf ein fünfmal höheres Monatseinkommen als eine Familie auf dem Land.

Das durchschnittliche Einkommen eines Haushaltes in Phnom Penh lag im letzten Jahr bei 759 $ im Monat, eine Familie auf dem Land hingegen kam auf durchschnittlich 140 $ im Monat.

Gemäss des in der letzten Woche veröffentlichten Cambodia Socio-Economic Survey 2009 des National Institute of Statistics lag das Durchschnittseinkommen eines kambodschanischen Haushaltes im letzten Jahr bei 214 $ im Monat.

Wie stark die Einkommensunterschiede sind, zeigt auch, dass die ärmsten 20 % aller Haushalte insgesamt gerade mal 2 Prozent des gesamten Einkommens erwirtschafteten, während die reichsten 20 Prozent der Haushalte insgesamt mehr als 2/3 aller Einkommen im Jahr 2009 erhielten.

Weitere Zahlen unter: http://www.nis.gov.kh/nis/cses2009/cses2009_press.pdf

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Kaum gefälschte Medikamente?

24. Oktober 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

Ein eher überraschendes Ergebnis zeitigt ein empirische Untersuchung japanischer Wissenschaftler zum kambodschanischen Medikamentenmarkt. Danach fanden sie lediglich 3 Prozent gefälschte Medikamente und zwischen 5 – 9 Prozent erfüllten die Qualitätsanforderungen nicht. Diese Ergebnisse der Kanazawa und Nagasaki Universität sowie des kambodschanischen National Health Product Quality Control Center stehen in krassem Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen und Schätzungen, die von 4 bis 90 Prozent Fälschungen ausgingen.

In den Jahren 2007, 2008 und 2009 erstanden die Forscher insgesamt über 700 Packungen der am häufigsten verwendeten Medikamente in Apotheken und Verkaufsstellen in städtischen wie ländlichen Gegenden Kambodschas.

Bei etwas mehr als 55 Prozent aller Proben war die Verpackung unbeschädigt, in allen andern Fällen, besonders in ländlichen Gegenden, waren sie bereits geöffnet worden.

Bei 513 Medikamenten wurde überprüft, ob sie Originale waren: dabei fanden die Forscher lediglich 15 gefälschte Medikamente. Diese waren in der Regel in Kambodscha nicht registriert.

Die gefälschte Waren kamen aus China (5), Indien (6), Malaysia (2), Hongkong (1), Kambodscha (1) und UK (1).

Die Untersuchung kann online (Pharmaceutical Research) eingesehen werden.

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Hillary Clinton und Ban Ki-moon besuchen Kambodscha

24. Oktober 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

US-Außenministerin Hillary Clinton und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon statten in der nächsten Woche dem Königreich der Khmer unabhängig voneinander einen Besuch ab.

Ban besucht Kambodscha im Rahmen einer ausgedehnten Reise durch Asien. Am Montag trifft er sich in Bangkok mit PM Abhisit Vejjajiva und weiteren Mitgliedern der Regierung.

Am Dienstag wird er sich in Phnom Penh zu Gesprächen mit König Norodom Sihamoni und PM Hun Sen einfinden. Er will auch die Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia (ECCC) besuchen, welche im Auftrag der UN die Verbrechen in der Zeit der Roten Khmer verfolgen.

Weitere Stationen seiner Reise sind der ASEAN-Gipfel in Vietnam und die Teilnahme an den Schlussfeierlichkeiten der Weltausstellung in Schanghai sowie Gespräche mit den jeweiligen führenden Politikern der beiden Länder Vietnam und China.

Ende der Woche wird Hillary Clinton im Rahmen ihrer umfangreiche Reise durch Asien Zwischenstation in Phnom Penh machen. Die Obama Administration hat der Region Südostasien hohe diplomatische Priorität zugeordnet: die frühere Bush-Regierung habe diesen Teil der Welt wegen des Fokus auf Afghanistan und Irak vernachlässigt. Nach Angaben des State Departement werde sich Clinton in Phnom Penh und Siem Reap sowohl mit Regierungsvertretern wie mit weiteren Persönlichkeiten von Politik und Wirtschaft treffen.

Ob sich Hillary Clinton mit der oppositionellen Parlamentarierin Mu Sochua treffen wird, ist noch ungewiss. Die Vertreterin der Sam Rainsy-Partei und frühere Ministerin für Frauenfragen hat anlässlich ihrer letzten Amerikareise die US-Aussenministerin kennen gelernt. Mu Sochua soll angeblich einen Brief an die US-Botschaft in Phnom Penh geschrieben haben, mit der Bitte um ein Treffen.

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Skandalurteile gibt es auch abseits der Politik

23. Oktober 2010

Ein kambodschanisches Gericht hat einen ehemaligen Mönch zu einer siebzehnjährigen Gefängnis- und einer knapp 12.000 USD hohen Geldstrafe verurteilt, da dieser angeblich mehr als 600 Frauen beim Baden gefilmt und die Videos dann über Mobiltelefone verbreitet habe. Dabei handelt es sich um Frauen, die sich in einem Tempel oder Kloster einer zeremoniellen Reinigung unterziehen und dabei von Mönchen mit gesegnetem Wasser übergossen werden. Währenddessen sind sie, wie in Kambodscha üblich, mit Handtüchern bekleidet, aber vorher und nachher entstehen dann doch intime Momente, in denen sie natürlich keinen Kontakt zu den Mönchen haben dürfen. Bei dem verurteilten 37-jährigen Net Khai kam erschwerend hinzu, dass sich unter den Opfern auch zwei Minderjährige befinden. Der Schuldspruch erfolgte aufgrund von der Erstellung und Verbreitung von Pornografie; mit ihm wolle man ein klares Signal an alle gewöhnlichen wie religiösen Menschen senden, solche Aktivitäten zu unterlassen, wie AFP den zuständigen Staatsanwalt zitiert.

Rund 90% der Kambodschaner sind Theravada-Buddhisten; in der ganzen Gesellschaft genießen die rund 55.000 Mönche hohes Ansehen und werden von praktisch allen Kambodschanern hoch verehrt. In diesem Licht erscheint die Tat als besonders schwerwiegend, aber dennoch muss man sich die Frage stellen, ob kambodschanische Gerichte auch abseits von politischen Skandalurteilen grundsätzlich unausgewogen, unangemessen und unverhältnismäßig urteilen. Der Ex-Mönch wurde außerdem bereits zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt, und mindestens ein weiteres Verfahren ist noch anhängig. Seine Taten haben sicherlich seelische Verletzungen verursacht und das Vertrauen in die Mönche allgemein beschädigt, aber es handelt sich keinesfalls um ein schweres Verbrechen, für die man unbedingt für eine derart lange Zeit seiner Freiheit beraubt hinter Gitter muss.

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Kambodscha profitiert von seinen Arbeitsmigranten

23. Oktober 2010

In den letzten zwölf Monaten haben kambodschanische Arbeitnehmer rund 150 Millionen USD aus dem Ausland zurück in ihre Heimat überwiesen. Diese Zahlen beziehen sich jedoch nur auf jene offiziell erfassten Arbeitsmigranten in Thailand, wo knapp 95.000 Kambodschaner Arbeit gefunden haben, Malaysia (fast 20.000), Südkorea (ca. 9.000) und Japan (weniger als hundert). Arbeitsminister Vong Soth präsentierte diese Zahlen gegenüber der Nationalversammlung und sprach von dem Betrag als eine Hilfe zur Armutsbekämpfungspolitik der Regierung. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Fraktion der oppositionellen Sam Rainsy Party aber schon aus Protest das Plenum verlassen, da ihrem Sprecher Son Chhay nicht erlaubt wurde, dem Minister der regierenden Kambodschanischen Volkspartei Fragen zu stellen.

Über die Schattenseiten des Arbeitsmigrantentums wird hingegen nur selten gesprochen. Auch ein Bericht von Voice of America nähert sich diesem Thema äußerst zurückhaltend. Gerade aus Malaysia, wo relativ viele junge Frauen als Haushaltshilfen oder Au Pair beschäftigt sind, werden immer wieder Missbrauchsfälle bekannt. Auch die Entsendung Minderjähriger und Tendenzen zum Menschenhandel sind Begleiterscheinungen, die kaum wünschenswert sind. Dennoch wird es tendenziell noch mehr kambodschanische Arbeitsmigranten geben, denn am meisten profitiert die eigene Familie in der Heimat.

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EU-Parlament bereitet Resolution über Kambodscha vor

22. Oktober 2010 | Von Markus Karbaum | Keine Kommentare »

Kambodschas geflohener Oppositionsführer Sam Rainsy verfügt weiterhin über einen großen Rückhalt unter Europas Demokraten: Das Europaparlament hat eine fraktionsübergreifende Resolution über Kambodscha, insbesondere der Fall von Fall Sam Rainsy, einstimmig verabschiedet. Darin scheuen die Abgeordneten keine klaren Worte über die derzeitige politische Lage. Unter anderem heißt es in der Situationsanalyse:

“In den letzten Jahren [ist] in Kambodscha ein besorgniserregender autoritärer Trend erkennbar (..), der sich in Form einer Verschlechterung der Menschenrechtssituation, der Einschränkung der Grundfreiheiten, einer brutalen Landnahmepolitik, die im Wesentlichen die Armen trifft, der Unterdrückung aller Formen von Kritik und Protest, der Verfolgung der parlamentarischen Opposition und von Aktivisten der Zivilgesellschaft, den Einsatz der Gerichte zu politischen Zwecken und einer Tendenz zu einem Einparteiensystem äußert”

Auch die Aufrufe an die kambodschanische Regierung geizen mit Zurückhaltung: Man verurteilt alle politisch motivierten Verurteilungen von Repräsentanten unabhängiger Organisationen und der Opposition durch die Gerichte und man erinnert die Regierung an ihre Verpflichtungen hinsichtlich demokratischer Prinzipien und fundamentaler Menschenrechte. Das Parlament sei alarmiert über die Verurteilung Sam Rainsys, insbesondere im Zusammenhang mit den Parlamentswahlen 2013, von denen der Präsident der SRP dann ausgeschlossen wäre. Allgemein wird die Regierung aufgerufen

  • “politische und institutionelle Reformen einzuleiten, um einen demokratischen Staat aufzubauen, dessen Grundlagen Rechtstaatlichkeit und Achtung der Grundfreiheiten sind,
  • ihre Bereitschaft unter Beweis zu stellen, endemische Übel wie Korruption, massive Entwaldung mit anschließender Vertreibung der Bevölkerung und die Sextourismusindustrie wirksam zu bekämpfen, die herrschende Kultur der Straflosigkeit zurückzuweisen und alle in entsprechende Aktivitäten verwickelten Personen vor Gericht zu stellen,
  • die freie und faire politische Willensäußerung ohne Einschüchterung und Schikanen zu gewährleisten,
  • ein Aktionsprogramm, einschließlich eines Zeitplans, zu erstellen, um die im Bericht des Sonderberichterstatters [Surya Subedi] enthaltenen Empfehlungen umzusetzen”

Die Resolution wird ihre Wirkung wohl erst dann entfalten können, wenn sich die ausführenden Organe der Europäischen Kommission und die der Mitgliedsstaaten davon beeindrucken ließen. Die Kommission spricht immer wieder von einem „pragmatischen Ansatz“ im Umgang mit dem Hun Sen-Regime. Erst am 8. Oktober fand in Brüssel das regelmäßige Treffen zwischen Vertretern der kambodschanischen Regierung und der Kommission („Joint Committee“) statt, in dem zwar offensichtlich auch über politisch heikle Themen gesprochen wurde, deren Inhalte bis heute aber nicht nach außen gedrungen sind.

Die Abgeordneten der Sam Rainsy Party haben derweil angekündigt, demnächst die diplomatischen Vertretungen aller westlichen Länder und Australiens in Phnom Penh zu besuchen und mit den Diplomaten über den „besorgniserregenden autokratischen Trend“ in Kambodscha zu reden. Der widerspreche eindeutig den Pariser Friedensverträgen vom 23. Oktober 1991, welchen auch viele europäische Länder ratifiziert hatten. Mit der Unterzeichnung gingen die internationalen Staaten die Verpflichtung ein, sich für ein demokratisches und liberales Kambodscha einzusetzen. Dieser Vertrag müsse nun reaktiviert werden.

Diese Argumentation scheint nicht abwegig, denn von den damaligen Friedensverträgen hatte sich Hun Sens Politik schon kurz danach nicht mehr leiten lassen. Die Liste der Zuwiderhandlungen ist lang, und oftmals sind und waren es eben jene „pragmatischen Ansätze“ europäischer Akteure, die die negative Entwicklung sogar noch befördert haben. Es bleibt sicher spannend abzuwarten, ob die EU und ihre Mitgliedsstaaten nun auf die kritischen Stimmen hören werden oder den alten Kurs beibehalten.

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Internationales Filmfestival Phnom Penh

22. Oktober 2010 | Von Alfred Wilhelm Meier

120 Filme aus 28 Ländern werden in diesen Tagen an verschiedenen Standorten in der Hauptstadt Phnom Penh anlässlich des ersten Filmfestivals vorgeführt.

Die Eröffnungsfeierlichkeiten fanden im Chenla Theatre mit dem australisch-iranischen Film “My Tehran for Sale” statt. Dort wird als Schlusspunkt am Samstagabend auch die Weltpremiere von “Lost Loves” des kambodschanischen Regisseurs Chhay Bora über die Bühne gehen.

Laut Grundidee des Festivals sollen die Besucher inspiriert, erzogen und unterhalten werden. Die Eintrittspreise sind moderat: 1 $ pro Film oder 5 $ für das ganze Festival; Studierende haben freien Eintritt.

Die Palette der gezeigten Filme ist bewusst breit gewählt: Film-Features, Dokumentarfilme, Trickfilme, Kurzfilme, Siegerfilme aus afrikanischen Filmfestivals, französische Klassiker und mehrere kambodschanische Produktionen der 1990er Jahre.

Einer der Höhepunkte dürfte die Agrar-Utopie des thailändischen Filmers Urupohn Raksasad sein, der über ein Jahr hinweg zwei Familien seines Dorfes in der Nähe von Chiang Rai mit der Kamera begleitete. Dieser Dokumentarfilm hat im letzten Jahr am TIFF (Toronto International Film Festival) einen Preis gewonnen.

Das Filmfestival soll auch der kambodschanischen Filmindustrie zur Wiedergeburt verhelfen: 15 kambodschanische Filme und 6 Dokumentarproduktionen werden gezeigt.

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Arbeitsminister brandmarkt Gewerkschaften

22. Oktober 2010

In einer Rede vor dem kambodschanischen Parlament hat der Arbeitsminister Vong Sauth gestern die Gewerkschaften massiv angegriffen. Die Textilgewerkschaften seien eine Minderheitsgruppe von Unruhestiftern. Er betonte, dass die Streiks des vergangenen Monats illegal gewesen seien.

Diesen Rundschlag haben die Vertreter der Oppositionsparteien gar nicht mehr mitbekommen. Zwanzig oppositionelle Abgeordnete stürmten schon vorher aus der Sitzung, nachdem der Sam Rainsy-Partei Vertreter Son Chhay vom Parlamentsvorsitzenden Ngoun Nhel daran gehindert worden war, während einer Fragestunde des Parlaments zu den kürzlichen Textilstreiks direkt Fragen an den Arbeitsminister Vong Soth zu stellen.

Der kambodschanische Arbeitsminister bezichtigte bei seinem Auftritt vor den Abgeordneten insbesondere die Chefs der beiden am Streik beteiligten Gewerkschaften der Aufwieglung und des Blockierens von Strassen.

Nach Meinung der Gewerkschaften waren die Streiks rechtens, die im Zeitraum vom 13.-16. September wegen des ungenügenden Anhebens des Mindestlohnes durchgeführt wurden.

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